FVDZ schlägt „Gesundheitsprämie im Modell Zahnmedizin“ vor

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ) hat heute sein Mitte Mai 2010 angekündigtes Modell einer „Kleinen Gesundheitsprämie Zahnmedizin“ vorgestellt. Die Grundlagen hierfür wurden vom Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA / Kiel) erarbeitet. Demnach sollte der gesamte zahnmedizinische Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 12,5 Milliarden Euro vom prozentualen Beitrag abgekoppelt und in eine Prämienfinanzierung überführt werden. Jeder Erwachsene über 18 Jahre würde nach Berechnungen des IfMDA pro Monat eine Prämie in Höhe von 18,90 Euro zahlen müssen. Um eine finanzielle Benachteiligung einkommensschwacher Personen zu verhindern, sieht das Konzept einen systeminternen sozialen Ausgleich vor, der mit einer Belastungsgrenze von rund 1,2 Prozent umgesetzt wird. Laut IfMDA-Leiter Dr. Thomas Drabinski hätte das Modell den Vorteil, dass „die GKV zu 100 Prozent voll finanziert wäre, da das für 2011 zu erwartende GKV-Defizit in Höhe von rund 10 Mrd. Euro beseitigt werden könnte“. Zudem würden die gesetzlichen Krankenkassen im gewählten Ansatz einen Teil ihrer (regionalen) Beitragsautonomie wieder zurückerhalten, da kassenindividuelle Zu- und Abschläge zu den 18,90 Euro veranlasst werden könnten, was von der nachgefragten zahnmedizinischen Leistungs- und Versorgungsstruktur abhängig wäre. FVDZ-Bundesvorsitzender Dr. Karl-Heinz Sundmacher betrachtet das vorgelegte Konzept als bestmöglichen Einstieg in eine einkommensunabhängige GKV-Finanzierung. Umstellungsprobleme erwartet er nicht: „Da die Patienten seit Jahrzehnten an Zuzahlungen zu zahnmedizinischen Leistungen gewöhnt sind, dürfte ein Beginn der Finanzierungsreform mit der Zahnmedizin für die Versicherten keine große Überraschung darstellen“, äußerte er in einer Pressemitteilung. Eine Zusammenfassung der IfMDA-Studie finden Sie hier. Quelle: FVDZ-PM vom 29.06.2010
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