AOK-Online-Befragung: Patienten verteilen Noten an Ärzte

"Qualitätsgesicherte Arztsuche"
In den Pilotregionen Hamburg und Berlin hat die AOK jetzt ihr umstrittenes Arztbewertungsportal www.aok-arztnavi.de freigeschaltet. Danach ist die stufenweise Ausdehnung über Thüringen bis auf Bundesebene (rund 24 Millionen Versicherte!) vorgesehen. Zahnärzte und Psychotherapeuten sollen nach Abschluss der Pilotphase ebenfalls mit einbezogen werden.
Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung (und Verbraucherorganisationen sowie Selbsthilfegruppen) will die AOK mit diesem Projekt auf der Basis von Patientenerfahrungen eine „qualitätsgesicherte Orientierungshilfe für die Arztsuche schaffen“ und „für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen“. Der Online-Fragebogen umfasst insgesamt 30 Fragen aus den Bereichen „Praxis und Personal“, Arztkommunikation“ und „Behandlung“, wobei u.a. nach der Einbindung des Patienten in medizinische Entscheidungsprozesse („shared decision making“) gefragt wird. Manipulationen und Mehrfachbewertungen sollen durch ein spezielles Login-Verfahren verhindert werden. Die Ergebnisse der jetzt anlaufenden, strukturierten Befragungen werden erstmals im Herbst veröffentlicht und dann Grundlage für die neuen Arztsuchportale www.weisse-liste.de und www.aok-arztnavi.de sein.
Das als „Ärzte-TÜV“ apostrophierte Projekt wurde seit Bekanntwerden von (zahn)ärztlichen Berufsverbänden und Organisatoren heftig kritisiert.
Nicht strukturiert, aber größtenteils sehr aussagekräftig sind die Beurteilungen und Erfahrungsberichte, die die AOK ihrerseits von Versicherten unter
http://www.dooyoo.de/krankenversicherung/aok/Testberichte/
erhält. Werfen Sie mal einen Blick auf die Sites.
Quellen: „facharzt.de“; PM AOK und Bertelsmann Stiftung; adp-medien
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