Prämiensteigerungen bei Berufs-Haftpflicht?

Medien berichteten in den vergangenen Wochen über drastische Erhöhungen bei den Berufshaftpflichtversicherungsprämien für Medizinberufe. Die „FAZ“ nannte in diesem Kontext die „AXA“ und die „Ärzte Zeitung“ kürzlich die „DÄV“ als Beispiele. Besonders hart trifft es dabei wohl niedergelassene Ärzte, die Geburtshilfe anbieten. Diese müssen nach aktuellen Zahlen für ihre Berufshaftpflicht im Schnitt einen Nettojahresbeitrag von 40.325 Euro zahlen, wobei 250 Geburten mitversichert sind.
Im Kontext dürfte folgende Meldung aus dem heute erschienenen „Telegramm“ des Deutschen Zahnärzte Verbandes e.V. (DZV) interessant sein:
„Die Beiträge zur Berufshaftpflicht werden von einigen Gesellschaften zurzeit teilweise exorbitant angehoben. Der DZV hat mit seinem Kooperationspartner, der nucleus AG, eine Berufshaftpflichtversicherung entwickelt, die das außerordentliche Kündigungsrecht des Versicherers im Schadensfall ausschließt. Dies bedeutet, dass man auch bei einer hohen Schadensquote nie Gefahr läuft, den existentiell notwendigen Versicherungsschutz zu verlieren.
Darüber hinaus sind wichtige Einschlüsse wie die Implantat- und Laserbehandlung, die gutachterliche Tätigkeit, der Erfüllungsschaden am Zahnersatz, etc. automatisch mitversichert. Weiterhin beinhaltet das Paket natürlich die private Haftpflicht- und die Hundehalterhaftpflichtversicherung. Dieses auf dem deutschen Versicherungsmarkt einmalige Produkt wird zu einem äußerst attraktiven Preis angeboten.“
Nach Recherche der Redaktion von adp-medien sprechen wir hier über eine Versicherungssumme von 3 Mio € für Personen- und Sachschäden bei einer Prämie deutlich unter 400 €. Diese Konditionen der „nucleus Finanz- und Versicherungsmakler AG“ (Köln) stehen allerdings zunächst nur DZV-Mitgliedern zur Verfügung. Gespräche über eine Ausweitung auf die mit dem DZV kooperierenden Verbände bzw. Initiativen finden aber augenblicklich in der Koordinierungskonferenz der Länderinitiativen (KoKoLi) statt.
Quellen: „FAZ vom 20.02.10; „Ärzte Zeitung“ vom 17.05.10; DZV-Telegramm vom 27.05.10; adp-medien
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