DZV bringt Kampagne gegen „Selektivverträge“ mit großem Maßnahmenpaket auf den Weg

Seit einigen Wochen ist der Deutsche Zahnärzte Verband e.V. (DZV) mit einer Vortragsreihe zum Thema „Selektivverträge“ unterwegs in den angeschlossenen Regionalinitiativen. Damit startete der Verband eine Kampagne gegen Selektivverträge, insbesondere die nach § 73c, im Rahmen derer so genannter „Zahnersatz zum Nulltarif“ und PZR bzw. Implantologie zu Festpreisen angeboten wird.
Nach Auflistung im Internet nehmen beispielsweise alleine bei „dent-net®“ bereits ca. 55 gesetzliche Krankenkassen an solchen Verträgen teil. In sehr unterschiedlicher Art und Weise versucht man, vor allem Patienten, die einen Heil- und Kostenplan erhalten haben, in teilnehmende „Selektivpartnerpraxen“ zu navigieren. Das verursacht berechtigterweise enormen Ärger an der Basis. Insofern hat sich der DZV bereits seit vielen Monaten dieses Problems angenommen und eine Vielzahl rechtlicher Schritte über den Justiziar des DZV, Dr. Halbe, gegen einzelne Krankenkassen und Kostenerstatter eingeleitet.
Der DZV-Vorstand sieht aber weiteren - über diese Maßnahmen hinausgehenden - zwingenden Handlungsbedarf. In mehreren Arbeitssitzungen hat er daher eine ganze Palette von Medien konzipiert, die sich an alle Zielgruppen richtet. Vor allem sollen aber die Patienten entsprechend über die aktuellen Geschehnisse im Gesundheitswesen und Aktivitäten der Krankenkassen aufgeklärt werden. Ebenso wird der DZV mit dieser Kampagne an Politik, Krankenkassen und Öffentlichkeit herantreten. Voraussichtlich werden sowohl die Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft ZA eG als auch die Zahntechnikerinnung die Initiative aktiv mit unterstützen. Aufgrund der Brisanz hinsichtlich des Wettbewerbsrechts werden die zugehörigen Medien (Plakate, Flyer. etc.) aktuell jedoch noch juristisch geprüft. Die Versendung der Unterlagen an alle Mitglieder ist für Ende Januar geplant.
Quelle: DZV-Info
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